Statements von Mitgliedern der Steuerungsgruppe

Statement von Schulpfarrer Pfr. Medovic – Gedächtnisprotokoll

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich habe während der Mitarbeit in der Steuerungsgruppe einen schmerzhaften Lernprozess durchlaufen müssen. Schmerzhaft war er deshalb, weil ich die Angst hatte, dass durch die Öffnung der Marienschule für Schülerinnen des muslimischen und jüdischen Glaubens unser christliches Profil verloren geht, weil ich die Befürchtung hatte, dass alles in einem interreligiösen Pluralismus gleichgemacht wird und nicht mehr nach der Wahrheit gefragt wird, sondern, dass es nur noch viele Wahrheiten gibt, dass es nicht mehr möglich ist, an der einen Wahrheit festzuhalten und an sie zu glauben, die Christus ist.

Der Besuch an der Drei-Religionen-Schule in Osnabrück hat mir jedoch gezeigt, dass man den Anderen kennenlernen kann ohne das eigene Profil zu verlieren, vielmehr, dass durch die Auseinandersetzung mit dem Anderen das eigene Profil gestärkt werden kann, weil man Antworten finden muss auf die Fragen, warum es für den einen wichtig ist zu beten oder zum Gottesdienst zu gehen und dies für den anderen scheinbar keine große Rolle mehr im Leben spielt.

Es ist kein Zeichen der Schwäche unseres christlichen Glaubens, wenn wir uns dem Dialog mit den anderen beiden Religionen stellen, sondern es entspringt vielmehr der Stärke des Christentums, dass wir einer Auseinandersetzung mit den anderen Religionen und Glaubensüberzeugungen nicht aus dem Weg gehen müssen, dass wir keine Berührungsängste haben, sondern in einen Austausch treten können.

Sie wissen, wie viele junge Männer aus Deutschland durch Salafisten für den Krieg in Syrien rekrutiert werden. Da schlummert etwas unter der Oberfläche, das heute noch ruhig und unauffällig ist. Und gerade in Offenbach können wir als Kirche in dieser Situation einen Dienst für die Gesellschaft leisten.

Meine Eltern sind Kroaten aus Bosnien-Herzegowina. In den 90er Jahren haben sich dort die drei großen Bevölkerungsgruppen die auch die drei unterschiedlichen Religions- und Konfessionsgruppen bilden, bis aufs Blut bekämpft. Ich bin mir sicher, dass wir durch unsere Arbeit an einer Schule, die auch offen ist für muslimische und jüdische Mädchen, den zarten Keim des Verständnisses und der Toleranz füreinander einpflanzen können, den diese Mädchen in ihre Familien weitertragen und pflegen werden, so dass am Ende aus diesem kleinen Keim ein starker Baum des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz wird, der diese Welt verändern kann.

 Pfr. Roberto Medovic

Statement Barbara Brehm-Schmitt, Pädagogische Leiterin der Realschule, Leiterin der Berufsfachschule

Es war ein langer, steiniger Weg bis hierher – für uns alle!

Mich traf der Gedanke, die Marienschule könne auch Mädchen anderer abrahamitischer Religionen aufnehmen, zunächst völlig überraschend – daran hätte ich im Traum nicht gedacht! Überraschend für mich war es aber auch, dass ich die Idee ungemein reizvoll fand – ich bekam richtig Lust, darüber nachzudenken, war also gerne bereit, in der Steuergruppe mitzumachen.

Mit jedem weiteren Schritt jedoch wich die Lust immer mehr dem Frust: scheinbar unlösbare Probleme, übermächtige Schwierigkeiten, ja „Unmöglichkeiten“ stellten sich in den Weg. Dazu gesellte sich die Angst, in einer wahnsinnigen Aktion die Marienschule an die Wand zu fahren.

Doch Albert Einstein sagte einmal mit Recht: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas verändert“.

Alles beim Alten zu lassen wäre auch für uns Wahnsinn!

Was aber tun?

In jeder Krise ist es sinnvoll, sich radikal zu besinnen, auf die Wurzel zurückzukommen:

Der Blick auf die Wurzel der Marienschule zeigt uns, dass Angela Merici (wie alle Ordens- und Schulgründer!) auf die Nöte ihrer Zeit reagiert hat, in eine Lücke gestoßen ist, wo sie gebraucht wurde, wo sie Christ – Sein leben konnte: in der Frauenbildung.

500 Jahre später: Wo werden Christen/christliche Schulen heute gebraucht?

Wo können wir etwas genuin Christliches beisteuern?

Zwei Überlegungen führten mich zu der gleichen Antwort:

  1. Der Blick nach Offenbach zeigt mir einerseits genügend gut ausgestattete Schulen (warum also noch eine?), andererseits aber auch große Integrationsprobleme, Parallelgesellschaften, Vorurteile, gegenseitige Ablehnungen und Abgrenzungen. Ein echter Dialog, eine wirkliche Auseinandersetzung zwischen den Religionen und Kulturen findet kaum statt.
  2. Der Blick in die katholische Kirche unserer Zeit zeigt mir ihren zunehmenden Bedeutungsverlust, auf den sie jahrzehntelang durch Rückzug in eine scheinbar heile Binnenwelt geantwortet hat. Mit dem neuen Papst Franziskus werden die Fenster und Türen wieder geöffnet (die schon das Vat II aufstoßen wollte!); er verweist uns auf die Ränder der Gesellschaft und ganz besonders auf die notwendige Auseinandersetzung mit den Muslimen.

Die Zeichen der Zeit stehen auf Dialog!

Offenbach braucht uns nicht als irgendeine Schule, sondern als eine Schule, die den Dialog wagt!

Deshalb hoffe ich sehr, dass wir als Marienschule uns aufmachen und christlich-mutig und christlich-zuversichtlich einer Vision folgen!

Ich hoffe sehr, dass wir versuchen werden, hier an der Marienschule das zu leben, was wir uns für die ganze Gesellschaft wünschen: den Dialog bzw. Trialog der Religionen, denn ich bin überzeugt davon „Schule von heute ist die Gesellschaft von morgen“, d.h. Schule sollte nicht nur Spiegel der Gesellschaft sein, sondern kann sie auch mitgestalten und prägen!

Barbara Brehm-Schmitt

Statement von Antje Camrath, Mitglied der Mitarbeitervertretung

Zunächst einmal halte ich die Idee einer abrahamitischen Schule oder auch einer Drei-Religionen-Schule an sich für sehr gut und für die Stadt Offenbach auch überfällig. Allerdings habe ich mich sehr schwer getan mit der Frage, was eine solche Umwandlung der Marienschule bringen würde. Die entscheidende Frage ist: Warum sollte solch ein Konzept die Marienschule „retten“ bzw. verbessern?

Die Antwort ist einfach: weil Mainz das so will! Ich glaube sogar, dass, wenn wir diese Umstellung nicht vornehmen, eine andere Schule diese Vorreiterrolle übernehmen wird.

Anfangs konnte ich mir eine solche Umwandlung für die Marienschule nicht vorstellen. Im Lauf der Zeit (vor allem im letzten Halbjahr) hat sich meine Meinung aber grundlegend geändert. Zum einen habe ich verstanden, dass der Handlungsbedarf, etwas am Schulkonzept zu ändern, immer schneller immer größer wird, nicht zuletzt deshalb, weil die Rückkehr zu G9 allen scheinbar nicht ausreicht, um den Gymnasialzweig der Marienschule konkurrenzfähig zu den anderen Schulen zu halten.

Zum anderen habe ich mir, auch aus privatem Interesse (mein Sohn besucht die 3. Grundschulklasse), die umliegenden Schulen zu den jeweiligen Besuchstagen näher angesehen und dabei mit Erstaunen festgestellt, wie stark die Konkurrenz im Landkreis Offenbach geworden ist: Vor allem die anderen privaten Schulen, wie Montessori- und Waldorf-Schule in Dietzenbach, sind für die Zielgruppe der bildungsbewussten, christlichen Eltern attraktiv geworden. Aber auch die staatlichen Schulen haben sich weiterentwickelt. So bietet das Heusenstammer Gymnasium zu Beispiel kostenlos und garantiert flexible Hausaufgaben-Betreuungszeiten für die Unterstufenschüler an.

Wenn man die Alleinstellungsmerkmale unserer Schule kritisch betrachtet, muss man zu dem Schluss kommen, dass zwei Merkmale schon deutlich aufgeweicht worden sind:

  • „gute Schule“ – sind auch andere
  • Katholisch-christlich – scheint für die christlichen Familien nicht mehr so entscheidend zu sein
  • Mädchen – ist als einziges übrig geblieben und sollte daher auf jeden Fall beibehalten werden

Um nun andere und neue Alleinstellungsmerkmale (egal welche) für diese Schule zu entwickeln, ist auf jeden Fall viel Arbeit und Enthusiasmus vor allem von uns Lehrern/Lehrerinnen nötig. Es ist und bleibt fraglich, ob das neue Alleinstellungsmerkmal „Katholisch-Abrahamitische-Schule“ tatsächlich den Gymnasialanteil der Marienschule erhalten hilft oder sogar vergrößert. Aber da das Bischöfliche Ordinariat in Mainz selbst den starken Wunsch nach einer solchen Schule hegt, bleibt zu hoffen, dass eine so umgewandelte Marienschule erhalten bleibt, auch wenn sie sich eventuell dabei verkleinert.

Daher stimme ich auf jeden Fall für dieses Konzept.

Antje Camrath

Statement von Frau Geißler, langjährige Klassenlehrerin in der Berufsfachschule

Offenbach beherbergt viele Menschen mit Migrationshintergrund, darunter viele Muslime. In allen Bereichen treffen wir sie. In dieser Situation haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder bauen wir hohe Mauern und grenzen uns ab, was viel Energie kosten wird, oder wir versuchen mit diesen Menschen zusammen zu arbeiten.

Viele Menschen haben Angst vor dem Islam, und das zu Recht, zeigt er doch in den Radikalen eine hässliche und gefährliche Seite. Was also ist zu tun? Wir können nicht direkt Islamisten bekämpfen. Sie werden uns nicht zuhören und unseren Argumenten nicht zugänglich sein. Was wir aber tun können ist, zu versuchen, ihnen so weit wie möglich den Boden zu entziehen, indem wir mit den gemäßigten Muslimen – und das ist Gott sei Dank die Mehrheit – zusammenarbeiten. Bildung entzieht radikalen Denkweisen den Boden.

Als Christen haben wir nicht nur für uns eine Verantwortung, sondern für alle Menschen, insbesondere für die Menschen um uns, hier die unserer Stadt. Oft wird der Kirche vorgeworfen, dass sie zu viel um sich selbst kreist und zu wenig Verantwortung für die Welt übernimmt. Als kirchliche Schule sollen wir diese Aufgabe wahrnehmen und in unserem Umfeld umsetzen. Wir sollten uns öffnen für muslimische und jüdische Mädchen.

Wir haben seit 30 Jahren immer wieder einmal muslimische Schülerinnen an der Berufsfachschule. Mit anderen Essgewohnheiten und Klassenfahrten gab es wenig Probleme. Manche Schülerinnen haben Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder essen vegetarisch. Dann sind muslimische Speisevorschriften nur eine weitere Variante. Bei Besinnungstagen gab es bisher damit keine Probleme, weil die Häuser längst darauf eingestellt sind. Was wir jetzt ohne großes Konzept – allerdings mit mancher Anstrengung – geschafft haben, kann mit Konzept nur noch besser werden. Für mich als Klassenlehrerin ist das eine Erleichterung.

Ich habe immer wieder Kontakt zu ehemaligen Schülerinnen, auch zu muslimischen Schülerinnen. Wenn ich sehe, was aus ihnen geworden ist, wie selbstbewusst sie auftreten, denke ich, dass manche es ohne die Marienschule nicht geschafft hätte und dass es sich lohnt, für diese Mädchen zur arbeiten.

Christa Geißler

Statement von Herrn Dr. Zenser, Lehrer für Chemie und Geschichte

Ich bin für die Öffnung der Marienschule für Schülerinnen aller abrahamitischen Religionen. Weniger, weil ich das religiöse Moment in der Gesellschaft stärken möchte, da ich nicht sicher bin, ob der Einfluss, den die Kirchen auf die öffentliche Meinung und die Regierungen ausüben, immer zu rationalen und transparenten Entscheidungen führt.

Meine Beweggründe sind eher folgende:

  • Ich hoffe, dass durch gemeinsame Bildung der Mädchen aller drei Religionen in wertschätzender Achtung auch die Toleranz zwischen den Religionen wächst. Hoffentlich erfahren diese Schülerinnen diese Toleranz dann auch an dieser unserer Schule. Da die Schülerinnen die zukünftigen Mütter sein werden, könnten sie die erfahrene positive Toleranz auch an ihre Kinder weitergeben. So dass diese gestärkt gegenüber allen fundamentalistischen Strömungen in Zukunft auftreten werden und somit einen Beitrag zum Frieden leisten könnten. Ich sehe aber auch die Gefahr, dass eine solche Schule zum Gegenteil beitragen könnte. Erst durch die Abgrenzung könnten Schülerinnen zum Fundamentalismus geführt werden, egal aus welcher Religion sie kommen.
  • Manche scharfen Reaktionen aus dem Kollegium haben mich darin bestärkt, gerade eine solche Schule zu bauen, da genau die zum Teil fundamentalistischen Vorurteile gegenüber Andersgläubigen geäußert wurden, die es eigentlich abzubauen gilt. Auch wir, die Mehrheitsbevölkerung, müssen uns bewegen, denn Toleranz muss stets von zwei Seiten erfolgen.
  • Außerdem sehe ich die Mädchen- und Frauenbildung immer noch im Argen liegen. Besonders auch in manchen muslimischen Familien (sicherlich abhängig vom Herkunftsort) werden Mädchen und Frauen von der (Schul-) Bildung ausgeschlossen und damit stark benachteiligt. Diese Benachteiligung abzubauen war und ist ein Ziel der Ursulinen und ihrer Gründerin Angela Merici: Benachteiligten Mädchen eine Chance einräumen und sie ermutigen, durch Bildung am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen und sich auch im Sinne des friedvollen Miteinanders einzumischen. Die Aufnahme von jüdischen und muslimischen Mädchen in die Marienschule passt zu diesem Auftrag sehr gut. Eine Umwandlung in eine koedukative Schule würde diesem Auftrag zuwiderlaufen. Außerdem würde ein Alleinstellungsmerkmal der Marienschule in der Offenbacher Schullandschaft zerstört.

Wir sollten keine Angst vor der Öffnung haben und diese durchaus positiv begleiten und der Zukunft mit Gottvertrauen entgegensehen. Gemäß dem Wahlspruch von Martin Luther:

„Gott über alle Dinge fürchten (im Sinne von Ehrfurcht, gerade auch vor dem Nächsten), lieben und vertrauen!“

Lars-Peter Zenser

Statement von Yasmin Belkasmi, stellvertretende Schulsprecherin

Schon zu Beginn wollte ich Teil der Steuergruppe werden aufgrund meines multikulturellen Hintergrundes. Meine Mutter kommt aus Spanien und mein Vater aus Marokko, weshalb ich christlich und muslimisch geprägt bin. Daher habe ich sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten beobachten können und das auch vor allem bei dem Thema Integration.

Meine Tante zum Beispiel, die zur ersten Generation meiner marokkanischen Familie gehört, studiert Chemie und macht gerade ihren Doktortitel. Sie ist ihren Weg als eigenständige und selbstbewusste Frau gegangen, obwohl sie nie viel Unterstützung erhalten hat.

Jedoch kenne ich auch Mädchen und junge Frauen, die ohne eine geeignete Unterstützung ihren Weg nicht gehen können und meiner Meinung nach trägt die Schule einen nicht zu unterschätzenden Teil zur beruflichen und zur persönlichen Weiterentwicklung einer Frau bei.

Natürlich ist die Öffnung der Marienschule Offenbach für die beiden anderen abrahamitischen Religionen ein Wagnis, denn es lässt sich jetzt noch nicht genau sagen, welche Probleme oder Konflikte entstehen oder ob die Vorstellungen, die wir haben, sich auch wirklich so umsetzen lassen.

Trotz allem bin ich der Meinung, dass die Marienschule dieses Wagnis eingehen sollte. Wir würden nicht nur die Mädchen unterstützen, sondern auch so die Chance besitzen, selbst etwas von ihrer Kultur und Religion zu lernen, wie es meistens auf einer anderen Ebene nicht möglich wäre. Somit würde die Marienschule nun zumindest ansatzweise ihrem Standort Offenbach gerecht werden und die Mädchenbildung würde weiter in den Focus rücken.

Nicht in der Konferenz, aber bei den Treffen der Steuerungsgruppe habe ich berichtet, dass ich aufgrund der Erlebnisse in der Marienschule mich dazu entschieden habe, mich taufen zu lassen und auch vor meiner Familie mich zum Christentum zu bekennen, da das Miterleben des Islams mich in meinem Glauben noch bekräftigt hat.

Yasmin Belkasmi

Statement von Katja Werner, Elternbeiratsvorsitzende bis 2013, Mitglied des Fördervereins

Zur Vorbereitung auf den heutigen Tag habe ich mehrere Entwürfe geschrieben und so manche unruhige Nacht verbracht. Heute Morgen dann, als ich in meinem Mütter-und-Kinder-Kurs (MuK) war, habe ich dann die Entscheidung getroffen, alles Geschriebene „in die Tonne zu klopfen“ und frei nach meinem Bauch zu Ihnen zu sprechen. Anlass – die Mütter meines Kurses haben mir erzählt, dass sie noch immer unter der Knute ihres Mannes stehen und mit allen Mitteln ein besseres Leben für ihre Töchter wollen. Sie haben mir den Auftrag erteilt: „Katja, mach, dass unsere Töchter eine solche Schule besuchen können“. Ich habe ihnen geantwortet, dass ich mein Bestes geben werde.

Aber noch eine kleine Geschichte möchte ich Ihnen erzählen. Sie ist schon fünf Jahre her, doch hat für mich nichts an Bedeutung verloren und ist mir heute Morgen beim Aufstehen wieder in den Sinn gekommen. In dem Deutschkurs, den ich vor fünf Jahren gegeben habe, unterhielten wir uns während der Adventszeit über die Sitten und Gebräuche dieser Jahreszeit. Kurz nach Nikolaus erzählte eine türkische Mutter, die drei Töchter hat, damals 1, 4 und 9 Jahre alt, folgende Geschichte:

Am Nikolaus-Abend war ihre 4-jährige Tochter sehr aufgeregt, denn sie hatte im Kindergarten davon gehört, dass man abends den Stiefel vor die Tür stellen müsse und Nikolaus diesen dann in der Nacht füllen würde. Die Mutter hatte entsprechend vorgesorgt, um die Stiefel der Kinder zu füllen, doch es dann in der Hektik der Abendstunden vergessen. Am nächsten Morgen stürmte die 4-Jährige zu ihrem Stiefel und war bitter enttäuscht. Er war leer. Da fragte sie ihre Mutter: „Mama, sag mal, mag der deutsche Gott keine türkischen Kinder?“

Ich bin der tiefen Überzeugung, dass katholische Schulen verpflichtet sind, auf eine solche Frage eine christliche Antwort geben zu können und zu müssen.

Vielen Dank. 

Katja Werner