Marienschule Offenbach

Projekte an der Marienschule

Wissenschaftstag 2010 an der Marienschule

Sind Sie eine Lerche oder eher eine Eule?

Stirn runzelnd und Achsel zuckend blicken sich die Schülerinnen gegenseitig an: alles nur nicht das!  Wenige Minuten später jedoch hat Professor Dr. Stehle von der Universität Frankfurt Detektivarbeit geleistet und nahezu alle als „Eulen“ entlarvt, das heißt als Menschen, deren innere Uhr sie abends wach hält und morgens nur schwer aufwachen lässt.

„Wie Neuronen die Zeit messen“ war das Thema eines von zehn Referaten, die die Oberstufenschülerinnen der Jahrgangsstufen 12 und 13 an der Marienschule in die Welt der Forschung einführten.

Die Fachschaft Biologie an der Marienschule hat in enger Zusammenarbeit mit Herrn Gläsel von der „Aktion Brückenschlagen – Wissenschaft an die Schulen“ der Stadt Frankfurt bereits zum dritten Mal zum „Wissenschaftstag“ an die Marienschule eingeladen. Es sollen dabei Brücken geschlagen werden zwischen denen, die Wissenschaft „machen“ und denen, die sich darauf vorbereiten. Sieben Wissenschaftler der Universität Frankfurt, der Unikliniken und der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt folgten der Einladung und kamen, um Oberstufenschülerinnen einen Einblick in ihr Arbeits- und Forschungsgebiet zu präsentieren.

Prof. Dr. Bereiter-Hahn entwickelte in ständigem Gespräch mit den Schülerinnen die neuesten Vorstellungen von der Entstehung und Bekämpfung von Tumoren. Der Virologe Dr. Stürmer von der Uniklinik überzeugte die Schülerinnen davon, dass es trotz neuer wirksamer Medikamente keinesfalls Anlass zur Entwarnung in Sachen AIDS-Prävention kommen dürfe. Dr. Amendt entsetzte und begeisterte zugleich seine Zuhörerinnen mit den Möglichkeiten moderner Rechtsmedizin, anhand der Besiedelung von Leichen durch Insekten etwas über deren Todeszeitpunkt auszusagen – fast wie bei CSI! Nettere Bilder brachte da Frau Dr. Schleucher mit, die allerlei Extremisten in der Tierwelt und deren Überlebensstrategien vorstellte. Der Diplom-Psychologe Yavor Yalachkov entführte die Schülerinnen in das menschliche Gehirn, den Ort, an dem Drogen wirken und Abhängigkeit entsteht und Dr. Kolling gab Einblicke in die Entwicklungspsychologie in seinem Vortrag „Vom Säugling zum Kleinkind“. Diplom-Physikerin Carola Pomplun schließlich nahm ihre Zuhörerinnen mit auf eine „Reise zum Urknall“.

Ganz besonders schätzten die Schülerinnen, die zum Teil unmittelbar vor ihrem Abitur stehen, auch die Möglichkeit, mit den Referenten über Ausbildungswege und Berufsbilder zu sprechen und Kontakte zu knüpfen.

Wer selbst von seiner Sache begeistert ist, kann auch andere begeistern! Dieses Fazit ziehen Schülerinnen und Lehrer bzw. Lehrerinnen der Marienschule gleichermaßen.

Der nächste Wissenschaftstag ist bereits in Vorbereitung. Er findet am 23. Januar 2013 statt.