Marienschule Offenbach

Projekte an der Marienschule

Marienschülerinnen auf den Spuren Europas:
Vom Elysee Vertrag zur Eurokrise

Am Montagmorgen trafen wir uns mit großen Erwartungen zu einer historischen Einführung und erarbeiteten die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen von der Feindschaft bis zum Elyssee Vertrag. Die Themen waren deutsch-französische Beziehungen seit dem Kaiserreich, der 1. Weltkrieg und der 2. Weltkrieg. Außerdem bereiteten wir den Besuch des Europarats in Straßburg vor. Obwohl die Recherchen dazu sehr umfangreich und schwer waren, waren die einzelnen Präsentationen trotzdem interessant, spannend und nicht langweilig.
Am nächsten Tag, dem 60. Jahrestag des Elyssee Vertrags, fuhren wir mit dem Bus Richtung Straßburg. Unsere erste Station war Niederbronn im Elsass. Dort besuchten wir eine Kriegsgräberstätte des 2. Weltkrieges. Unser Führer erzählte uns dort einige interessante Geschichten über Menschen, die auf diesem Friedhof begraben sind. Anschließend fuhren wir weiter nach Straßburg, um dort unsere Jugendherberge „Ciarus“ für eine Nacht zu beziehen. Nachdem wir uns von der anstrengenden Fahrt erholt und uns mit dem Abendessen gestärkt hatten, machten wir noch einen Spaziergang durch Straßburg bei Nacht. Zurück im Ciarus gab es dann noch französische Crepes.
Am Mittwoch standen wir schon sehr früh auf, um den Europarat zu besuchen. Bevor wir allerdings das Gebäude betreten durften, mussten wir durch eine Sicherheitsschranke gehen und bekamen Besucherausweise, welche wir sogar behalten durften. Unsere Führerin zeigte zunächst einen Film über die Arbeit im Europarat und gab uns danach noch zusätzlich Informationen dazu. Nun ging es endlich los – wir durften eine Debatte über den Konflikt Georgiens mit Südossetien verfolgen. Diese war sehr aufschlussreich und half uns die Arbeit der einzelnen EU-Organe besser zu verstehen. Nach dem Besuch hatten wir noch einige freie Zeit zur Verfügung, welche wir dazu nutzten, einen traditionellen Elsässer Flammkuchen zu essen. Danach war eine Bootsfahrt durch Straßburg geplant, bei der wir viel über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erfuhren. Kurze Zeit später mussten wir die schöne Stadt leider schon wieder verlassen und uns auf den Heimweg machen.
Für Donnerstag war ein Planspiel zur Eurokrise geplant, wozu wir eine Einführung von Frau Dr. Lückert bekamen. Anschließend bekam jeder einen bestimmten europäischen Politiker eines EU-Organs zugeteilt und musste dann eine Rede in dessen Sicht ausformulieren. Nach zwei Stunden konnten wir dann endlich mit dem Planspiel beginnen. Der „irische Ratspräsident Enda Kenny“ erläuterte zunächst seine Ziele für die EU. Nach weiteren Reden wurde ein Gesetzesentwurf von der Europäischen Kommission ausgearbeitet, über welchen dann im Europäischen Parlament und dem Europäischen Ministerrat abgestimmt wurde. Zum Abschluss dieses Spiels zogen wir noch ein Fazit, nämlich, dass wir uns nun die Arbeit der Institutionen besser vorstellen können und auch wissen, wie sie im Verhältnis zueinander stehen.
Am letzten Tag der Projektwoche bereiteten wir eine kleine Präsentation unseres Projektes für die anderen Schülerinnen der Q1 vor. Wir behalten diese Woche als sehr informativ und spannend in unserer Erinnerung und sind froh, dieses Projekt gewählt zu haben. Wir bedanken uns im Namen aller bei Frau Dr. Lückert und Herr Ruppert für die gute Leitung.