Marienschule Offenbach

Projekte an der Marienschule

Viva Espana! Eine Sprachreise nach Madrid

(06.-16.Oktober 2012)

Um 16:00 Uhr am Sonntag Nachmittag gaben wir unsere Koffer bei der Gepäck-abgabe auf, zogen die Boardtickets und begaben uns langsam in Richtung Gate A1. In Grüppchen schlenderten die 15 Schülerinnen durch ein paar Geschäfte, während sich Frau Dr. Sanchez und Frau Klephas einen letzten Kaffee gönnten.  
Kurz darauf saßen wir im Flugzeug, und für einen so kurzen Flug war das Essen doch ziemlich gut. Zwei Stunden später betraten wir zum ersten Mal spanischen Boden, alle waren etwas aufgedreht und hibbelig, ein 10-tägiger Aufenthalt in Madrid stand bevor.  
Zwei schwarze Vans fuhren uns in die Tandem-Madrid-Schule. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt, bei denen wir zu zweit oder zu dritt die nächsten Tage verbringen würden. Hier trennte sich die Gruppe, jeder ging mit seiner Gastfamilie nach Hause, versuchte sich den Weg zur Schule möglichst gut einzuprägen und startete einige erste Smalltalkversuche auf Spanisch. Den Rest des Abends verbrachten wir mit den Familien, man lernte sich während des Essens näher kennen, packte die Koffer aus, kam dabei ein wenig zur Ruhe. Dann war der erste Tag vorüber.
 
Am nächsten Morgen hatten wir noch einmal die Möglichkeit etwas auszuschlafen, bevor wir am Montag um 9:00 Uhr in der Schule sein mussten. Für Sonntag war eine erste gemeinsame Stadterkundung geplant, doch zuerst galt es, den Weg zur Schule zu finden. Ob man nun mit dem Bus oder der Metro fahren oder aber zu Fuß gehen konnte, am ersten Tag war es noch etwas schwierig sich zurechtzufinden.  
Wenig später kam die Gruppe vor der Schule zusammen, alle teilten sich eifrig ihre Eindrücke und die Situation in der Gastfamilie mit, kleine Probleme wurden mit Frau Dr. Sanchez und Frau Klephas besprochen. Dann starteten wir unseren Rundgang durch Madrid.  
Das Zentrum Puerta del Sol, der Plaza Mayor, die Markthalle San Miguel, die Kathedrale Almudena, der Palacio Real, das alles sahen wir am ersten Tag. Zwischendurch bekamen wir immer wieder Zeit, uns in kleinen Gruppen für eine oder zwei Stunden umzusehen, Tapas zu essen, Kleidung und Souvenirs zu kaufen.  
Am Abend hatte jeder von uns einen ersten Eindruck nicht nur von der Stadt selbst, sondern auch von ihren Bewohnern gewinnen können und als wir uns nach Hause begaben, ging ein schöner aber auch ein anstrengender Tag zu Ende.  
 
Tag zwei war der erste Schultag. Vier Stunden lang sollten wir unterrichtet werden und das nicht nur in der Grammatik der spanischen Sprache, sondern vor allem im Sprechen und der Kommunikation. Wir bekamen zwei Lehrerinnen zugeteilt, Susanna und Laura, die den Morgen der sechs Schultage gestalten würden.
So verstrichen die ersten vier Stunden relativ schnell, danach stand ein Besuch in dem weltberühmten Prado-Museum an. Dort sind die Gemälde bekannter Künstler wie Goya, Velazquez, Rubens und Dürer ausgestellt.  
Inzwischen war es bereits Abend, und da wir um 21:00 Uhr bei unserer Gastfamilie sein mussten, verabschiedeten sich alle und gingen nach Hause.  
 
In den nächsten zwei Tagen gewöhnten wir uns immer mehr an die spanische Hauptstadt und ihre Atmosphäre, der Schulweg wurde Routine, ebenso der Unterricht auf Spanisch. In dieser Zeit besuchten wir einen Flamencokurs und lernten (was dem einen leichter, dem anderen schwerer fiel) die leichtesten Tanzschritte und eine einfache Choreographie. Außerdem lernten wir während eines Kochkurses, Paella und Patatas bravas zuzubereiten.  
 
Der Höhepunkt des fünften Tages war die Besichtigung des Palacio Real. Das man könnte sagen geräumige Wohnhaus war früher Sitz der spanischen Königsfamilie und die vielen hohen Räume mit wertvollen Gemälden, Verzierungen und aufwendiger Einrichtung wirkten auf uns alle beeindruckend.  
 
Der Freitag war zu unser aller Zufriedenheit ein Feiertag zu Ehren der Patronin der Stadt. Wir verfolgten einen Umzug des spanischen Militärs, an dessen Ende sogar die Königin im Auto vorbeifuhr. Es wurde wild fotografiert, doch leider war der Moment schnell vorbei. Danach besuchten wir das Museum Reina Sofia, das vor allem für die Bilder des spanischen Künstlers Picasso bekannt ist.  
 
Am Samstag stand eine Besichtigung des Fußballstadions Bernabeu an, und am Sonntag besuchte die Gruppe einen von Europas größten Flohmärkten, den Rastro. Gleich danach fuhren wir zu dem nicht weit entfernten Parque de Atracciones, in dem wir den Nachmittag verbrachten und der das Wochenende mit viel Spaß abrundete.
 
Nach den vorletzten vier Schulstunden am Montag stand uns der Rest des Tages frei zur Verfügung. Wir nutzten die Gelegenheit zum Shoppen, um noch einmal Tapas essen zu gehen oder um uns einfach nur in Madrids größtem Park, dem Retiro, zu entspannen.  
 
Am letzten, dem 10ten Tag, erlangten wir in der Schule nach einer selbst gestalteten Präsentation auf Spanisch zu den vergangenen neun Tagen unsere Diplome und verabschiedeten uns von den Gastfamilien und unseren Lehrerinnen.  
Ein letztes Mal gingen wir mit Frau Dr. Sanchez und Frau Klephas Tapas essen, dann wurden wir zum Flughafen gebracht.
 
Zehn wundervolle Tage in Spaniens überwältigender Hauptstadt gingen zu Ende, zehn Tage des tollen Wetters, und wir kehrten ins regnerische Deutschland zurück.  
Doch was wir mitnehmen sind nicht nur viele neue Erfahrungen, schöne und lustige Erinnerungen, sondern auch ein besseres Gespür für die spanische Sprache.  
Der sechstägige Sprachunterricht, das Zusammenleben mit einer spanischen Familie, das alles half uns, unsere Spanischkenntnisse zu erweitern und unseren Wortschatz zu bereichern.
 
Wir alle freuen uns sehr, an dem Austausch teilgenommen und tolle Erfahrungen gesammelt zu haben!  
An dieser Stelle wollen wir deshalb Frau Dr. Sanchez und Frau Klephas danken, die uns wunderbar durch diese zehn Tage begleitet haben.
 
 
Ricarda Muggenthaler , 10D