Marienschule Offenbach

Projekte an der Marienschule

Montpellier – Südfrankreich

Abfahrt war um 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof. Als wir schließlich Abschied genommen hatten, saßen wir auch schon samt Gepäck im TGV nach Avignon, von wo aus wir mit dem Bus nach Montpellier fuhren. Freundlich und offenherzig wurden wir von unseren Gasteltern empfangen und zu unseren neuen Unterkünften gebracht. Am nächsten Morgen ging es für uns das erste Mal in die LSF Sprachschule, wo wir jeden Tag fast vier Stunden Französischunterricht hatten.

Nachdem wir traditionell 'Quiche' gegessen hatten, machten wir eine kleine Stadttour bei der wir viele Attraktionen, wie den Triumphbogen, die Statue von Louis XIV, den Platz de la Comédie oder die in Montpellier bekannte Straßenkunst, sahen. Danach ging es zurück zum ersten gemeinsamen Abendessen in der Familie. Am Dienstag aßen wir nach dem Unterricht belegte Baguettes und kleine Knabbereien, die uns für den Ausflug ins Aquarium und das Shopping im Odysseum stärkten. Abends ging es müde, aber glücklich, nach Hause. Der Mittwoch war ein vielfältig gestalteter Tag für uns. Erst gab es, traditionell französisch, nach der Schule 'Croque-Monsieur', ein mit Käse überbackenes Schinkensandwich. Dann bekamen wir die Aufgabe von unseren Lehrerinnen, verschiedene Dinge in Montpellier und uns selbst mit Hilfe einer Einwegkamera zu fotografieren. Wir wurden für das Spiel in kleinere Gruppen unterteilt, bei dem nicht die Schnelligkeit und Quantität zählte, sondern die Kreativität und Qualität der Bilder. Nach der Abgabe der Kamera gingen wir ins Kino und schauten uns die französische Verfilmung von Cinderella an und gingen danach in ein Restaurant, wo uns Frau Herrlein und Frau Konradi zu einem Crêpes einluden. Gesättigt traten wir gegen Abend dann wieder den Heimweg zur Familie an. Den Donnerstag verbrachten wir nach dem Pizza-Essen in Nîmes, wo wir „le parque de la Fontaine“, „la maison carée“ und die große Arena besichtigten. Beeindruckende Monumente. Mit dem Bus ging es dann aber auch wieder bei Dämmerung nach Hause. Am folgenden Tag fuhren wir Mittags mit Tram und Bus ans Meer. Trotz starkem Wind genossen wir die Sonne samt warmer Temperatur sehr und waren traurig, als der Bus zur Rückfahrt bereitstand. Am Wochenende stand eine Fahrt nach Avignon an. Wir fuhren morgens los und besichtigten nach Ankunft direkt den Papstpalast und erklommen nach einer kleinen Wanderung zu einer Aussichtsplattform die „Pont d'Avignon" (eine Brücke die nur zur Hälfte über die Rhône ragt). Wir hatten nun auch die Gelegenheit ganz Avignon mit Hilfe einer Karte zu besichtigen und gleichzeitig etwas Zeit zum Bummeln. Nach der Heimkehr verbrachten wir den restlichen Abend mit der ganzen Familie. Sonntagmorgen konnte man, wenn gewünscht, einen französischen Gottesdienst in der Kathedrale von Montpellier besuchen und mittags unternahmen wir alle etwas in unseren jeweiligen Familien. Einige gingen Schlittschuhfahren, andere machten eine Stadttour oder fuhren zum Strand- es ging also keiner leer aus :) Am letzten Tag, den wir in Montpellier verbrachten, gingen wir mittags gemeinsam Bowling spielen und hatten eine Menge Spaß! Uns wurde nach dem Spiel noch genügend Zeit gegeben, um noch Kleinigkeiten wie Souvenirs oder andere  Dinge zu kaufen. Dafür gab es viele Einkaufsmöglichkeiten wie zum Beispiel das Einkaufszentrum 'Polygone' mit der Galerie Lafayette. Nach einer erfolgreichen Shoppingtour ging es nun zum letzten Abendessen zurück und es wurde sich von der ganzen Familie verabschiedet, da wir am folgenden Morgen früh abreisen mussten. Am Dienstag, den 31.03.2015 wurden wir um sechs Uhr morgens von unseren Gasteltern zum Bus gebracht, der direkt startete und sofort nach Avignon zum Gare duTGV fuhr. Abfahrtzeit  war um kurz vor neun, bis wir gegen halb fünf ankamen und unsere Freunde und Familie in die Arme schließen konnten. Insgesamt war es eine empfehlenswerte und super interessante Fahrt mit vielen neuen Freunden und Erlebnissen ;)

Eva Simons (E2a)

 

Montpellier

Auf dem Place de la Comédie trafen wir uns jeden Morgen und gingen gemeinsam zum Unterricht.

 

 

 

Frankreich - La vie est belle!

Wir, Klara und Pauline, haben uns auf das Abenteuer eines zweimonatigen Frankreichaustausches* eingelassen. Hier ein paar Eindrücke über unseren tollen Aufenthalt:

5 Minuten vor Ende der Französischstunde mit Herrn Sturm. Genervt haut er mit der Hand auf den Tisch. „In Frankreich liegt bei jeder Mahlzeit ein Baguette auf dem Tisch! IMMER!“ Die Klasse sieht erwartungsvoll auf die Uhr und hofft auf das Ende der Stunde.

Doch wie Recht er hatte! Jedem Schüler von Herr Sturm, der jemals nach Frankreich möchte, wollen wir jetzt den Rat geben: Hört auf euren Lehrer!

Auch wenn Frankreich für uns beide schon eher klingt wie ein anderes Bundesland, einen Kulturschock kann man trotzdem bekommen.

Aber jetzt mal von vorne. Am 25.05.2013 sind wir für 2 Monate nach Frankreich aufgebrochen, ohne genaue Vorstellung oder Vorbereitung auf das, was uns erwarten würde. Zwar hatten wir schon E-Mails mit unseren Gastfamilien und Austauschpartnerinnen geschrieben, aber wirklich gekannt haben wir uns nicht (was sich natürlich schnell änderte). So sahen wir nach etwa 10 Stunden Fahrt nach Rouen unsere neuen Familien. Rouen liegt an der Seine in der Normandie, nord-westlich von Paris. Wir beide hatten wirklich ein riesiges Glück mit unseren Familien. Klara mit einer großen Familie mit 3 Gastgeschwistern plus Austauschpartnerin in einem Bauernhaus mit Schafen und Hühnern. Pauline in einem Nachbardorf, Quevillon, mit Austauschschülerin, Eltern und Katze.

Das Erste, was uns beim gemeinsamen Essen am Abend auffiel war, dass die Franzosen sehr, sehr gerne, gut und - vor allem VIEL essen. Und dass Herr Sturm recht hatte, es lag wirklich ein Baguette auf dem Tisch. Da sich das bei allen folgenden Mahlzeiten auch nicht ändern sollte (wir hatten sogar in der Schulkantine Vier-Gänge-Menus!!) wirkt es fast als würden die Franzosen nichts machen außer Essen. Und in die Schule gehen.

Womit wir schon beim nächsten Thema wären, das uns sehr aufgefallen ist: Die Schule. Eigentlich haben die französischen Schüler fast keine Freizeit. Kein Wunder bei einem Stundenplan von 36 Stunden und wenn jede Stunde eine Zeitstunde ist. Mittwoch ist der einzige Tag, an dem die Schule nur bis zum Mittag geht, aber dann müssen die Schüler noch alle ihre Hobbys unterbringen, sprich: auch dieser Tag endet erst gegen 17:00 Uhr.

Was uns am meisten in der Schule geschockt hat, waren die "Parkplätze" jeder Klasse auf dem Pausenhof. Mit weißer Farbe waren Linien auf den Beton gemalt, und in jedem Bereich stand der Name einer Klasse. Am Ende der Pause liefen die Surveillants (dt.: Aufseher, in Frankreich haben nicht die Lehrer Pausenaufsicht, sondern dafür gibt es extra Surveillants) über den Schulhof und brüllten "On se range", der überdeutliche Befehl, sich auf dem Klasseneigenen "Parkplatz" einzufinden.

Trotz Schule haben wir viel unternommen, waren in Versailles, Giverny, Paris und auf dem Mont-Saint-Michel.

Es waren wirklich zwei tolle, ereignisreiche Monate, die wir nie vergessen werden, aber natürlich gibt es Höhen und Tiefen in so einer langen Zeit, aber Heimweh hatten wir überhaupt nicht.

Und für unser Französisch hätte es gar nichts Besseres geben können. Wir können fast jede französische Unterhaltung nachvollziehen und Französisch kommt uns schon ganz natürlich über die Lippen.

Wir empfehlen einfach jedem, der bereit ist, sich auf Frankreich einzulassen, einen Austausch zu machen. Und keine Angst vor der Sprache: die war eins der kleinsten Probleme! Wir für unseren Teil haben es noch keinen Tag bereut.

 

Klara Kothe und Pauline Spatz, Kl.9c

 

*Das Austausch-Programm "Brigitte Sauzay" wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk organisatorisch begleitet und auch finanziell unterstützt.