Marienschule Offenbach

Fachbereiche

LRS - Das Förderkonzept an der Marienschule

Was ist LRS?

  • Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) ist gemäß ICD 10 eine umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten.
  • Betroffen sind die Lesefertigkeiten und/oder die Rechtschreibung.
  • Vorausgesetzt werden: ausreichende Beschulung, altersgemäße Intelligenz, Ausschluss bestimmter körperlicher, neurologischer oder psychischer Erkrankungen.
  • D.h. das Kind hat ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder der Rechtschreibung, nicht aber bei anderen schulischen Anforderungen, z.B. Mathematik. 

Diagnose

In Klasse 5 steht die Identifizierung von Schülerinnen mit Förderbedarf im Vordergrund. Falls nicht bereits ein Testergebnis aus der Grundschulzeit vorliegt, ergibt sich folgendes Vorgehen:

  • mehrere ungeübte Probediktate
  • Auswahl der Schülerinnen mit auffälligen Diktatergebnissen
  • Normierte Gruppentestung des Lesens und der Rechtschreibung

Weiteres Vorgehen

Bei Auffälligkeiten werden Eltern informier: 

  • schriftlich
  • auf speziellem LRS-Elternabend
  • in Gesprächen mit Klassenleitung und/oder Deutschlehrkraft

mögliche Fördermaßnahmen in der Marienschule

  • Klasse 5 und 6: LRS-Kurs einmal in der Woche (zertifizierte Therapie nach Reuter-Liehr)
  • Klasse 7 bis 10: individuelle Förderung (selbstständige Bearbeitung von Arbeitsmaterialien, Portfolio-Kontrolle)
  • Sekundarstufe II: Antrag beim Staatlichen Schulamt

mögliche Formen des Nachteilsausgleichs und der Leistungsbewertung

Formen des Nachteilsausgleichs können sein:

  • verlängerte Arbeitszeiten
  • Bereitstellen spezieller Hilfsmittel (z.B. Wörterbuch)
  • methodische Hilfen: größere Schrift oder spezielle Arbeitsblätter
  • differenzierte Aufgabenstellung

Die Leistungsbewertung kann wie folgt aussehen:

  • stärkere Gewichtung der mündlichen Leistung
  • Zeitweiser Verzicht auf die Bewertung der Rechtschreibleistung (Notenschutz schlechter als 4-)

Voraussetzungen

  • Antrag der Eltern (formlos oder Vordruck)
  • Verpflichtender Besuch des Förderkurses
  • Ersatzweise ggf. außerschulische Förderung (Nachweis)
  • Einhaltung des Förderplans (individuell für jede Schülerin) 

Abstimmen der Maßnahmen

  • Die Entscheidung über die Gewährung von Nachteilsausgleich und/oder Aussetzen der Benotung erfolgt auf Antrag der Eltern von der Klassenkonferenz (alle Fachlehrer/innen + Schulleitung) für ein Schulhalbjahr.
  • Bemerkung im Zeugnis und in der Schülerakte

Beratungsangebote

Frau König, Dipl.Päd., Schulpsychologischer Dienst Bistum Mainz:

Andrea.Koenig@Bistum-Mainz.de

Frau Camrath, LRS-Beauftragte der Marienschule:

A.Camrath@marienschule-offenbach.de