Marienschule Offenbach

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Juniorerzählcafé "START INS LEBEN"

Am 27.Juni fand an der Marienschule Offenbach das zweite Juniorerzählcafé zum Thema „START INS LEBEN“ in Deutschland statt !

Die Marienschule ist eine katholische Mädchengesamtschule mit Realschul-Gymnasial- und Berufsfachschulzweig. Im Rahmen des Biologieunterrichts steht der weibliche Körper in der 9.Klasse auf dem Lehrplan: Das nahmen wir zum Anlass, ein Erzählcafé zum Thema Geburt zu organisieren.

Wir luden  drei Fachfrauen ein: zwei freiberufliche Hebammen und eine angestellte Hebamme (selber ehemalige Marienschülerin). Eine junge Familie, die ihr zweites Kind gerade im Geburtshaus zur Welt gebracht hatte, nahm  samt Baby auch im Erzählcafé teil. Weiterhin konnten wir eine  junge Mutter, die auf eine Hausgeburt und eine Klinikgeburt zurückblicken konnte, für den Austausch mit den Schülerinnen gewinnen. In angeregter Atmosphäre tauschten sich die Schülerinnen knapp zwei Stunden mit den geladenen Gästen an fünf verschiedenen Tischen mit unterschiedlichen Gesprächsschwerpunkten aus .

Für das leibliche Wohl hatten die Berufsfachschülerinnen und deren Lehrerinnen sehr gut gesorgt. Aus den gesammelten Rückmeldungen der Schülerinnen lässt sich der Erfahrungszuwachs, Informationsgewinn und das Interesse der Schülerinnen am Austausch zum Thema Geburt lesen. 

Auszug aus den "Originaltönen" der Schülerinnen der Klasse 9 und der Berufsfachschülerinnen

 „Das Erzählcafé hat mir ein wenig die Angst vor Risiken bei der Geburt weggenommen, die ich durch meine eigene Geburt habe. Ich wurde mehr über das gesamte Thema aufgeklärt. Außerdem habe ich nun eine bessere Vorstellung von allem und meine positive Meinung zur natürlichen Geburt wurde verstärkt. Ich konnte mich gut über die Möglichkeiten einer Geburt informieren,  z.B bin ich sehr angetan vom Geburtshaus. Ich bedanke mich für die tolle Erfahrung.“

„Ich habe gelernt, dass Geburt am besten in einer gewohnten Umgebung stattfindet, wo sich  die Frau wohlfühlt.“

„Ich fand es sehr gut, weil wir „so was“ normalerweiseweise nicht lernen und wir viel über die Vielfalt des weiblichen Körpers erfahren haben. Es sollte so was öfters geben, weil man nicht nur zuhört, sondern mitredet und fühlt. Nicht wie im Unterricht. Man merkt sich dadurch mehr.“

„Ich wünsche mir für alle jungen Frauen Aufklärung über die Risiken eines Kaiserschnitts und die Vorteile, die eine natürliche Geburt mit sich bringt.“

„Ich fand es interessant, die verschiedenen Perspektiven der Mütter oder den Geburtshelferinnen gehört zu haben –zudem fand ich es gut wie offen diese Frauen darüber geredet haben. Die eine Frau fand ich sehr cool, da sie mit 18 Jahren ihr erstes Kind bekommen hat und trotz vieler Vorwürfe die ganze Sache durchgezogen hat und uns alles darüber erzählt hat.“

„Wichtig zu wissen, dass der Kontakt zum Baby bei der natürlichen Geburt  besser aufgebaut wird.“

„Die Hebammen konnten gut erklären, wie eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus abläuft. Vorher dachte man sich, dass es gefährlich sein kann sein Kind nicht im Krankenhaus zu bekommen,jedoch hat man einen guten Einblick bekommen, wie es wirklich ist. Außerdem macht man sich Gedanken darüber, auf welche Art man sein Kind bekommen will.“