Marienschule Offenbach

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Kulturfest der Marienschule im abendlichen Lichterglanz


„Kultur unter freiem Himmel und bei Kerzenschein, damit alle menschlichen Sinne angeregt werden“ – dies verkündete die Schulelternbeirätin Katja Werner zu Beginn des Kultur-Abends der Marienschule Offenbach. In der Tat, sie versprach nicht zu viel: Denn die Gäste konnten nach Einbruch der Dunkelheit in einem Meer von Kerzenlichtern die familiäre Atmosphäre des Open-Air-Festes genießen. Damit erfüllte sich zugleich der Wunsch der Schulleiterin Marie Luise Trocholepczy, die in ihrer Begrüßung das gemeinsame Feiern von Eltern und Schülerinnen mit den Lehrern und den Freunden der Marienschule hervorhob.


Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde dieses Fest am 07. September 2012 erstmalig auf dem Sportgelände der Schule durchgeführt. Der Einladung, zwischen 18 und 22 Uhr zu feiern, zu genießen und sich zu freuen, folgten etwa 1800 Gäste aus Offenbach und Umgebung: aktuelle und ehemalige Schülerinnen sowie deren Eltern, Freunde und Förderer und Besucher, die die angekündigten Darbietungen anlockte. Unter den Gästen weilte auch Frau Dr. Pollack als Vertreterin des Bistums Mainz. Mit ihrer Anwesenheit drückte sie die Wertschätzung des Schulträgers für den Aufwand und den Einsatz aller Beteiligten aus.


Tatsächlich boten die Gastgeber einen vielfältigen Kulturgenuss. Moderiert von den Schulsprecherinnen Alica Krebs und Jessica Ewald präsentierten die Marienschülerinnen auf der zentral aufgebauten Bühne ein beschwingtes Programm mit musikalischen, schauspielerischen und tänzerischen Auftritten.

                                                                      
Die erwartungsvolle Spannung des Publikums löste sich, als das Blasorchester der Marienschule, dirigiert von Brigitte Rudin, das Konzert eröffnete. Die Musiker ernteten lang anhaltenden Applaus für Stücke wie „Mission Impossible Theme“ und „Music from Pirates of the Caribbean“. Genauso belohnten die Zuhörer zu später Stunde die Big Band unter der Leitung von Arno Classen. Offensichtlich trafen Titel wie „Basin Street Blues“ oder „Fly Me To The Moon“ den Geschmack der Besucher.

 

Die Solosängerin Viviana Grisafi (Klasse 9 R1) bot Songs aus der Pop-Szene, zum Beispiel den Hit „Rolling In The Deep“ von Adele, der vor allem von den jüngeren Schülerinnen mit rhythmischem Klatschen begleitetet wurde. Julia Jäger, Abiturientin 2012, interpretierte einen Song aus dem Musical-Genre. Die Stimmbeherrschung, mit der sie „I Could Have Danced All Night“ aus „My Fair Lady“ vortrug, wird ihr den Erfolgsweg in diesem Metier ebnen.

Im Wechsel mit den Musikvorträgen bewunderten die Zuschauer den Tanz „Mauerfall“ von Vanessa Baro (Klasse 10 R2) und Alicia Euler (Klasse E A) sowie den Tanz „Immer mehr“ einer Schülerinnen-Gruppe der Q-Phase nach der Choreographie von Christine Flügel. Die Modenschau der Klassen 9, betreut von Christiane Helldörfer, Tanja Jakoby und Daniel Werner, zeigte die künstlerischen und schauspielerischen Talente der jungen Models.

Unter dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg“ kamen Bilder und Plastiken der Schülerinnen aus dem Kunstunterricht sowie vier Werke des Kunstlehrers Hajo Sternhardt zur Versteigerung. Dieser leitete auch unter Mithilfe seiner Assistentin Nora Eckrich (Schülerin Q 3) den Wettbewerb der Bieter.

Aber damit war das Angebot des Festes noch nicht erschöpft. An mehreren Ständen rund um  die Bühne sorgten Eltern, Schülerinnen und Lehrer für das leibliche Wohl: italienische Vorspeisen, Salate, Laugengebäck, Baguettes, Käsespieße, Waffeln, auch Bratwürste, Chili con Carne oder Fruchtcocktails. Sogar ein Sandstrand war hergerichtet worden. Bei Kerzenschein kam rund um die Sprunggrube Strand-Feeling auf. Hier lagen Gäste in Liegestühlen, ruhten sich aus, plauderten und tauschten sich über das Gesehene und Gehörte aus. Wer sein Losglück herausforderte, griff bei einer reichhaltigen Tombola mit 500 Haupt- und 200 Trostpreisen in die Lostrommel. An einem anderen Stand verkauften die jungen Journalistinnen der Schülerzeitung ihre „image“.

Zu verdanken hat die Marienschule dieses Kulturereignis hauptsächlich ihrer Elternschaft; eine Kontaktgruppe des Kollegiums, angeführt von Alexander Lang und Dr. Lars-Peter Zenser, leistete Hilfestellung. Der Schulelternbeirätin Katja Werner, die das organisatorische Herz der Veranstaltung war, gelang es durch ihren Enthusiasmus, zahlreiche Eltern für die Planung und Durchführung zu motivieren. Mütter und Väter brachten ihre vielfältigen beruflichen Fertigkeiten ein, um zum Gelingen der aufwendigen Veranstaltung beizutragen. Offen sprachen die Eltern darüber, nicht nur Geselligkeit und Kunstgenuss solle geboten werden, sondern das Fest müsse auch finanziell erfolgreich sein. Der Gewinn kommt nämlich der Ausstattung der Marienschule zugute. An dieser Stelle gilt der Dank der Kulturstiftung der Sparkasse Offenbach, die mit ihrer Unterstützung Vertrauen in die Marienschule gesetzt hat. Mit verantwortlich für den Erfolg zeichnete zusätzlich der engagierte Förderverein „FFM“. Dessen Vorsitzender Jürgen Kohlhaas zeigte sich zuversichtlich: „Das Fest wird uns  sicher einen beachtlichen Gelderlös bescheren.“

 


Die Big Band entließ die begeisterten Zuhörer mit ihrer Version von Herbie Hancocks „Chameleon“. Der Titel war gut gewählt, traf er doch sinnbildlich das abwechslungsreiche Kulturprogramm. Als der Musikbeitrag verklungen war, mussten die Besucher leider auseinander gehen, nicht ohne wehmütig zu bedauern, die Zeit sei wie im Fluge vergangen. Der gelungene Abend könnte für den Beginn einer Tradition stehen!?

Michael Beils, 13.09.2012

Kulturabend Bericht